Archiv für die Kategorie „Allgemein“
Kennen Sie Poetry Slam? Man kann es fast als kleine Kulturrevolution in Deutschland betrachten – Gedichte stehen plötzlich wieder hoch im Kurs …
Allerdings gibt es hierbei Einschränkungen und Regeln, wie etwa das Verbot von Hilfsmitteln, ein Zeitlimit, man darf nicht singen, muss aber auch nicht reimen, darf als Gruppe auftreten und über Sieg und Niederlage entscheidet einzig und allein der Applaus des Publikums. Der erste Eindruck kann hier leicht täuschen: Trotz meist lockerer Atmosphäre und Protagonisten in legerer Kleidung hört man hier Beiträge, die auch höchsten Ansprüchen gerecht werden. Vielleicht liegt es an der Angst vor der Blamage, kaum ein Vortrag enttäuscht! Der große Durchbruch kam mit der Sendereihe Poetry Slam und dem Format NightWash – gesendet aus einem Waschsalon. Jetzt war Dichten wieder gesellschaftsfähig, sogar der Focus berichtet!
München hat sich zu einer Art Mekka für Slammer entwickelt. Europas größte Veranstaltung dieser Art findet regelmäßig im Substanz statt.
Die nächsten Termine sind:
Mo. 12.04.2010 20:00 – München, Poetry in Motion
Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83a, 80799 München, Tel. +49(89)346299, www.lyrik-kabinett.de
Fr. 16.04.2010 19:30 Uhr – Münchner Schüler Poetry Slam
Schauburg, Franz-Joseph-Straße 47, 80801 München, Tel. +49(89)23337161, www.schauburg.net
Sa. 17.04.2010 20:00 Uhr – Kiezmeisterschaft
Stragula, Bergmannstraße 66, 80339 München, Tel. +49(89)507743, www.stragula.info
So. 09.05.2010 20:00 Uhr – Munichslam
Substanz, Ruppertstr. 28, 80337 München, Tel. +49(89)7212749, www.substanz-club.de
Für zahlreiche Themen, Veranstaltungen, Ausgehtipps in und um München fehlen hier noch Artikel …
Erzähl uns von Deinem Lieblingsort, Deinem Tanzclub, Deinem gestrigen Theaterbesuch und dem Lieblingsitaliener um die Ecke!
Wie das geht findest Du unter dem Punkt Mitmachen
… was jetzt meine ganz persönliche Meinung ist. Stellt Euch vor, Ihr habt ein Konto bei der comdirect bank.
Nur Guthaben, ein Wertpapier-Sparvertrag und ein Tagesgeldkonto mit ca. 5000 Euro. Es ging noch nie eine Lastschrift zurück, Euer Konto war noch nie im Minus. Aber Ihr werdet vor Gericht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, die Ihr nicht sofort begleichen könnt und bekommt einen Schufa-Eintrag.
Keine Sorge – die comdirect bank legt gleich noch eins drauf und kündigt Euer Konto zu einem Termin in 30 Tagen. Schwach, aber damit kann man ja noch irgendwie leben. Also lasse ich das Konto von meiner alten Bank einziehen.
Nur kommt und kommt da kein Geld an! Jetzt sind 14 Tage vergangen und mein Geld ist geblockt, mein Telefon und Online-Banking gesperrt …
Aber zum Glück wurde mir angeboten, dass man das Geld jetzt “beschleunigt” überweisen würde, damit ich endlich wieder auf mein Geld zugreifen kann – für schlappe 29,80 Euro Gebühren (2x 14,90 Euro), damit das Geld auf dass ich seit zwei Wochen warte endlich heute bei mir ankommt!
Fazit: Gut diese Bank gleich mal von dieser Seite kennengelernt zu haben. Wenn mir das jetzt mal in einer echten Notsituation passiert wäre? So eine Bank braucht kein Mensch! Eine Bank sollte ein Ort des Vertrauens sein, wo man sich sicher ist, das man (und das Geld) gut aufgehoben ist. Bei der comdirect sicher nicht …
Es ist nicht lang her, dass Jugendliche an der S-Bahn den Geschäftsmann Dominik Brunner erschlagen haben. Nicht in New York, Moskau oder Mexico City. Nein, in unserem beschaulichen München, der „Weltstadt mit Herz“.
Die Schlagzeile ging um die Welt und viele von uns fragten sich, ob denn nun wirklich so etwas wie Zivilcourage überhaupt noch funktion
iert. Warum sollte ich meinen Kopf hinhalten, wenn ich etwas sehe, was nicht sein darf.
Aber Zivilcourage ist wichtig, und vor allem bei uns noch möglich. München ist nicht wie die Favelas in Rio oder das Ghetto von Detroit. Ein kleiner Akt der (Mit-)Menschlichkeit ist unabdingbar, dass das auch so bleibt. Und genau das ist gestern endlich wieder geschehen, da so viele es schon für unmöglich hielten:
Mitten in der Nacht griffen Passanten ein, als ein 26 jähriger Betrunkener, eine Frau an der U-Bahn Station Implerstrasse mit einer Bierflasche angriff. Sie schafften es, den Täter von der Frau abzubringen und der Polizei zu übergeben. Die Süddeutsche titelte mit „Erneut Übergriff“, sie hätte eher titeln sollen mit „Erneut Gegenwehr der Münchener gegen versuchte Gewalttat“. Anstatt die Angst zu schüren, muss es allen Leuten klar sein, dass die Hilfe eines Fremden Normalität sein sollte, und nicht die anonyme Gewalt.
Deshalb lasst es uns noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass unsere Unterstützung gebraucht wird. Es muss ja kein heldenhaftes Einschreiten sein, vielleicht genügt ein direkter Anruf bei der Polizei ohne erst zu gaffen, oder eine laute Unterhaltung mit dem Gegnüber. Bloß das Wegsehen sollte vermieden werden, damit die nächste Schlagzeile wieder von Positiven über die Münchener berichten kann.
Genauere Informationen im Artikel der SZ, und wer auch der jüngeren Generation mit elektronischen Hilfsmitteln diese Art der Nächstenliebe näherbringen will, findet unter www.eingreifen.de wertvolle Unterstützung.
